Kurioser Kartoffelprofessor

Der Jura Professor Philipp Adam Ulrich hätte heute seinen 326. Geburtstag gefeiert. Aus karitativer Sorge um seine Mitmenschen förderte der Würzburger die Landwirtschaft der Region. Vor allem mit der Zucht der Kartoffel erzielte er beachtliche Erfolge.

Gestern vor genau 400 Jahren begann der Dreißigjährige Krieg. Die weitreichenden Verwüstungen betrafen auch noch das Leben von Philipp Adam Ulrich, der 44 Jahre und einen Tag später das Licht der Welt erblickte. Sein persönliches Schicksal und ein stark ausgeprägter karitativer Gedanke animierten den innovativen Professor der Rechte, sich mit der Landwirtschaft zu beschäftigen. Er nutzte sein wirtschaftsnützliches Denken und setzte sich für die Förderung des landwirtschaftlichen Wiederaufbaus ein. Der Gelehrte konnte sich erste Versuche zur Intensivierung des Anbaus auf die Fahnen schreiben, besonders erfolgreich war er mit der Zucht der bayerischen Knolle.
 
 
 
Heute erinnert in Würzburg eine Sandstein-Pietà an den „Kartoffelprofessor“, wie er mit zwinkerndem Auge genannt wird. Im Rahmen der Landesgartenschau von 21. bis 24. Mai 2018 wurde das Kartoffeldenkmal von seinem ursprünglichen Platz in der Rottendorfer Straße an den Veranstaltungseingang Belvedere verlagert. Passend zum Thema präsentierte die Bayerische Kartoffelkönigin Jacqueline I. auf der Landesgartenschau im Pavillon des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die regionale Knolle.