Welche Kartoffelsorte schmeckt am besten?

„Heiße Kartoffel“-Models, Landwirte und Handel verkosten Kartoffeln

© Helga Gebendorfer
Über Geschmack lässt sich streiten, so lautet das Fazit der Kartoffelverkostung im Rahmen der Kalenderpräsentation „Heiße Kartoffel“ in Schönesberg, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

An reichlich gedeckten Tafeln sitzend bekamen die Kalendergirls der „Heißen Kartoffel 2015“ und anwesende Gäste, darunter Landwirte und Vertreter des Handels, eine Kartoffel nach der anderen serviert, um sich ihre ganz persönliche Meinung zu bilden. Drei festkochende Kartoffelsorten, nämlich Venezia, Sissi und Gourmetessa sowie eine vorwiegend festkochende Sorte Belmonda standen zur Verkostung an. Im Anschluss an den Sortentest gab jeder Züchter Hinweise zu seiner Sorte. Die Gäste hatten die Sorten in sechs Kategorien mit Schulnoten zu bewerten. Relativ einfach waren die Kriterien Farbe, Geruch und Geschmack zu beurteilen. Schwieriger wurde es für ungeübte schon mit Körnigkeit und der Kocheigenschaft. Zusammenfassend wurde noch eine Note für Gesamteindruck vergeben.

„Das Ergebnis belegt eindrucksvoll: die Geschmäcker sind verschieden“, kommentiert Kathrin Schoderer, Bayerische Kartoffelkönigin, das Ergebnis. Die beste Note im Gesamteindruck erhielt die Sorte Gourmetessa von Norika, dicht gefolgt von Venezia aus dem Hause Europlant.  Interessant ist die differenzierte Bewertung der jungen Teilnehmer aus der Runde der Kalendergirls: Ihnen schmeckte Belmonda von Solana am besten. Die Körnigkeit ist ein Maß für das Gefühl beim Essen in Mund. Bei festkochenden Sorten wird eine sehr feine Körnigkeit als Ziel angestrebt.  Hier konnte Sissi von der Bavaria-Saat den ersten Platz belegen.

„Alle Sorten waren sehr gut im Geschmack, was aus dem knappen Ergebnis von 2,2 bis 2,6 hervorgeht“, fasst Johann Graf, Geschäftsführer der Bayerischen Kartoffel GmbH, die Auswertung zusammen. „Ein Blick in die Einzelbewertung zeigt aber, dass sich über Geschmack streiten lasse und jeder experimentierfreudig sein sollte, um seine Lieblingsorte zu finden.“