Landfrauen besuchen Kartoffelkönigin

Landfrauen organisieren Exkursion für Ernährungsexperten

Zu Besuch beim Kartoffelbetrieb Strixner. © BBV
In regelmäßigen Abständen organisiert die Landfrauengruppe für die Ernährungsexperten der Verbraucherzentrale und des VerbraucherService Bayern Exkursionen zu landwirtschaftlichen Betrieben. Heuer gingen sie zwei bayerischen Genüssen auf die Spur: Kartoffeln und Bier. 15 Beraterinnen beider Verbraucher-Organisationen hatten die Einladung der Landfrauen im Bayerischen Bauernverband angenommen, einen Kartoffelbetrieb im Landkreis Schrobenhausen und einem Hopfenbetrieb in der Hallertau zu besuchen. „Vor Ort direkt zu erleben, wie landwirtschaftliche Produkte angebaut und geerntet werden, vermittelt den Beratern ein realistisches Bild der Landwirtschaft und erhöht die Wertschätzung für heimische Produkte“, begründet BBV-Ernährungsreferentin Claudia Steinert das Angebot.
 

Lehrstunde rund um die Kartoffel

Paul Strixner erklärt den Kartoffelanbau. © BBV
Kartoffelbauer Paul Strixner führte die Exkursionsteilnehmerinnen fachkundig und engagiert durch seinen Betrieb in Ehekirchen bei Schrobenhausen. Er informierte über Anbau, Sorten und deren Eigenschaften in der Verarbeitung. Natürlich ging er auch auf die Ernte, Lagerung und Vermarktungswege ein. Sein Betrieb beliefert vor allem die Gastronomie in der Region. Daneben sind die hofeigenen Produkte – neben Kartoffeln auch Eier – auch ab Hof erhältlich.

Paul Strixner hob die Bedeutung der Kartoffeln als wichtiges Lebensmittel in der Ernährung hervor. Dabei bedauerte er, dass heute vor allem stark verarbeitete Kartoffelprodukte verzehrt würden. „Es ist mir daher ein besonderes Anliegen, dem Verbraucher die Lust an der puren Kartoffel wieder näher zu bringen“, sagte der Kartoffelbauer. Im Anschluss gab seine Ehefrau hilfreiche Küchentipps für die Verarbeitung,  z. B. dass beim Dämpfen die wertvollen Inhaltsstoffe am besten erhalten bleiben.

Beim Besuch des Kartoffelfelds erfuhren die Ernährungsberaterinnen der Verbraucherzentrale und des VerbraucherService, welche Arbeiten beim Kartoffelanbau anfallen und welche Witterungseinflüsse den Ernteerfolg ausmachen.
Strixner beantwortete die vielen Fragen der Teilnehmerinnen zum Anbau, zur Schädlingsbekämpfung, Düngung, Ernte und seine moderne Lagerung.

Hopfenanbau verlangt jede Menge Handarbeit

Wie Hopfen wächst, erläutert Hopfenbotschafterin Erna Stanglmayr. © BBV
Für ihren Hopfen ist die Hallertau in der ganzen Welt bekannt. Doch wie wird er angebaut? Um dieses Geheimnis aufzuklären, besuchten die Exkursionsteilnehmerinnen den Betrieb von Kreisbäuerin Erna Stanglmayr aus Pfaffenhofen. Die Hopfenbotschafterin ist auch als Ernährungsfachfrau im Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes tätig. Sie führte die Exkursionsgruppe durch ihren Hopfenhof und erläuterte die einzelnen Arbeitsschritte bei der Produktion. Die Pflege der Hopfenflächen laufe über das ganze Jahr von der Bodenbearbeitung, dem Bau der Rankhilfen über die Auswahl der besten drei Triebe, deren Anleitung und Pflege bis hin zur Ernte. Trotz moderner Technik sei noch viel körperlicher Einsatz beim „Hopfenzupfa“ gefragt, um die goldenen Hopfendolden zu ernten, zu trocknen und in Säcke zu verpacken. Die Beraterinnen waren erstaunt, wie viel Handarbeit bei der Produktion des Hopfens geleistet wird und wie intensiv die ganze Familie zusammenhilft.